Bestimmung Freie Radikale und Antioxidantienstatus im Körper

Protektive Faktoren

Nahrungsergänzung, Vitamine und Antioxidantien sollten nicht wahllos in hohen Dosen eingenommen werden. Denn viel hilft in diesem Fall nicht viel, sondern im Gegenteil, wirkt sich schädlich und prooxidativ aus. Das bedeutet, dass der Körper durch oxidativen Stress (freie Radikale) zusätzlich belastet wird. Deswegen sollten zunächst Grundwerte für die oxidative Belastung sowie das antioxidative Potential (Radikalfänger) bekannt sein.
Sport gilt sowohl als Auslöser von oxidativem Stress, ist aber auch maßgeblich an der Bildung antioxidativer Schutzsysteme beteiligt. Eine erhöhte Sauerstoffaufnahme führt zu einer vermehrten Bildung von freien Radikalen, dadurch steigt die Anzahl der ROS und der RNS (reaktive Sauerstoff-/Stickstoffspezies) in den Zellen. Da die Muskulatur von gut trainierten und regenerierten Sportlern über ein hohes Depot an körpereigenen Antioxidantien verfügt, werden die Radikale aber unmittelbar wieder neutralisiert (gequenscht).

Ist dieses System an der Grenze seiner Belastbarkeit angelangt, sollte eine Regenerationspause eingelegt werden!

Für einen optimalen Schutz empfehlen viele Forscher eine angepasste Supplementierung mit Vitaminen, Mineralien und natürlichen Antioxidantien mit hohen ORAC-Werten [176 KB] .

Nach allgemeinen Stand der Wissenschaft können zahlreiche Erkrankungen durch eine gesunde Lebensweise, die reich an frischem Obst und Gemüse ist, verhindert oder zumindest verzögert werden. Die tägliche Nahrung sollte reich an Ballaststoffen und arm an gesättigten Fetten sein. Die Proteinaufnahme sollte moderat ausfallen, insbesondere an rotem Fleisch. Zucker, Alkohol, Margarine sowie geräucherte, gepökelte, stark gegrillte Speisen sollten gemieden werden.
Tägliche körperliche Aktivität, die Vermeidung von exzessivem psychologischem Stress sind ebenfalls wichtige präventive Maßnahmen. Eine halbe Stunde täglich Sonnenexposition kurbelt die Vitamin D Produktion an, neuere Studien belegen die gesundheitsfördernde Wirkung.

Antioxidantien wie Vitamin C und Vitamin E, Beta-Carotin und Selen sind bekannte Krebsbekämpfer. Sie arbeiten über die Neutralisierung von freien Radikalen und Toxinen, bevor diese eine Mutation auslösen können, welche zu einer Entartung der Zellen und der Entstehung von Krebs führen kann.
Dennoch gibt es auch kritische Stimmen, die davor warnen, Antioxidantien unkontrolliert einzunehmen, da einige von Ihnen paradoxerweise prooxidative Eigenschaften entwickeln, wenn sie überdosiert oder in der falschen Zusammensetzung eingenommen werden. Hier sollte der Vorsatz gelten, erst die Messung, dann die Therapie!

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